Über Implantate

Implantate sind neue Zahnwurzeln, die in Form und Größe ungefähr der Wurzel eines natürlichen Zahnes entsprechen. Sie werden im Kieferknochen verankert (implantiert) und tragen so zum Schluss einer Lücke oder zur Stabilisierung einer Prothese bei.

Weltweit werden jährlich mehrere Millionen Implantate gesetzt, Tendenz steigend – und zwar vom einzelnen Zahn bis hin zur Versorgung eines ganzen Kiefers. Die Nachfrage des seit über 30 Jahren angewandten Verfahrens steigt stetig. Mittlerweile sind Implantate eine Standardversorgung der modernen Zahnmedizin, die Dauerhaftigkeit und Sicherheit verspricht.

Grafik zum Aufbau eines Implantats

Bildunterschrift: Grafische Darstellung eines Implantats

Materialien für Implantate

Zahnimplantate bestehen vorwiegend aus Titan. Dieser Werkstoff hat sich auch auf anderen Gebieten der Medizin bewährt (z. B. bei Hüftprothesen), denn er vereint drei wichtige Eigenschaften:

  1. Ein sehr geringes allergisches Potential
  2. Der menschliche Körper erkennt das Titanimplantat nicht als körperfremdes Material. Es wird entzündungsfrei von Knochengewebe „eingemauert“.
  3. Eine hohe Stabilität, um großen Kaukräften Stand zu halten.

Voraussetzungen für eine Implantatversorgung

Implantate können nach Abschluß des Knochenwachstums in jeder Altersstufe gesetzt werden. Selbst hohes Alter ist selten ein Grund, auf Implantate verzichten zu müssen. Die wichtigsten Voraussetzungen sind ein ausreichendes Knochenangebot, eine normale Wundheilung, eine gute Knochenqualität und eine angemessene Mundhygiene.

Bei schweren Erkrankungen, wie nicht eingestellte Zuckerkrankheit (Diabetes), Leukämie oder Knochenerkrankungen sind die Möglichkeiten für das Setzen eines Implantates ebenso eingeschränkt wie bei Drogen- und Alkoholabhängigkeit. Rauchen stellt eine relative Kontraindikation dar. Nikotin beeinträchtigt die Wundheilung und kann unter anderem bei der Einheilung von Implantaten Probleme bereiten.

Bildnachweis:
istockphoto, MichelIsola